Mittwoch, 30. April 2008
deshalb nehme ich mir nun Zeit für mich. Es muss sein.

So lange kein Gedankenmüll mehr hier.




Eigentlich gab es heute einige Dinge, die ich schön fand, die ich hier mitteilen wollte, eigentlich.

Es fühlte sich so an, als hätte sich zarter Schorf auf meine Wunden gelegt. Zart. Nicht kratzunempfindlich.

Gerade fing ich an, das Leben um mich rum wieder wahr zu nehmen, es ging mir besser. Ich hatte auf einmal wieder Lust meinen Alltag zu leben. Meinen Feierabend zu genießen, abzuspannen, mir gutes zu tun.

Wie konnt ich nur so dumm sein und glauben, dass es bergauf geht. Es ist doch immer so, geht es mir ein Stückchen besser, kommt etwas, das mich Meilen zurückwirft.

Eine unfaire Bombardierung, Forderungen.

Wenn man leer ist, und gerade erst beginnt sich wieder zu füllen, wie könnte man dann etwas geben?

Normales Reden gibt es nicht mehr. Es geht anscheinend nicht mehr. Irgendwo auf dem Weg ging diese Fähigkeit verloren. Ich rede mit einer Wand.

Ich habe keine Kristallkugel, ich kann auch nicht Gedanken lesen.
Bin ich deshalb weniger wert? Sollte man soetwas können müssen?

Wenn ja, wo lernt man es?

Ich fühle mich aufgeschlitzt und liegengelassen. Wie so oft.

Ich hatte gar keine Chance, ich hatte nie eine. Ich darf nicht sein, wie ich bin und doch kann ich mich nicht verbiegen.

Ich will mich selbst nicht nochmal verlieren, es hat ein Jahr gedauert mich zu finden.

Ein schlimmes Jahr. Ich habe keinen Mut nochmal so ein Jahr zu erleben, in dem ich mich suche und doch nicht finde....

and time goes by so slowly
and time can do so much




Montag, 28. April 2008
...eine Brandblase, die droht, bei jeder Berührung zu platzen. Um mich herum ist alles wund und schmerzend. In mir so viel Zeug, das mich bedrückt und raus möchte. Ich poche und hämmere und manchmal tu ich auch weh, aber vor allem störe ich.

Ich bin eine einzige Reaktion auf eine böse Verbrennung, aus Unachtsamkeit entstanden.




Das Wummern und Hämmern in meinem Kopf




Man sagt das Leben sei bunt, aber es ist grau.

Man sagt, das Leben mache Spaß, aber es ist nicht lustig.

Man sagt, das Leben solle genossen werden, aber es schmeckt bitter.

Man sagt, das Leben sei einzigartig, aber man ist so unsichtbar.

Man sagt, das Leben solle gut riechen, aber es besteht aus Blut, Schweiß und Tränen.

Man sagt, das Leben sei lebenswert, aber es besteht aus Abschied und Tod.

Man sagt, das Leben tut gut, aber es ist enttäuschend.

Man sagt, das Leben sei hell, aber es ist wie niemals endender Regen.

Man sagt, das Leben sei frei, aber es ist beengend.

Man sagt, das Leben sei voll anderem Leben, aber es ist einsam.

Man sagt, das Leben sei schützenswert, aber es ist nichts wert.

Man sagt, das Leben sei voller Inhalt, aber es ist kahl.

Man sagt, das Leben spendet Trost, aber es ist voller Angst.

Man sagt, das Leben sei ein Spiel, aber man verliert nur.

Man sagt, das Leben sei schön, dabei ist es voller Hass.






Mein Herz wohnt in einem Palast aus Eis, wohl gewapnet gegen die Kälte, gut geschützt in einer Kuscheldecke.

Dann kommt die Sonne, die das Gemüt erhellt. Es tut gut, aber der Palast schmilzt langsam vor sich hin. Mein Herz lacht über die Sonne, aber weint gleichzeitg über das verlorene Zuhause.

Die Kuscheldecke ganz nass von Tränen und von geschmolzenem Eis. Sie wärmt nicht mehr. Der Palast schützt nicht mehr. Mein Herz steht nun da, völlig schutzlos ausgeliefert.

Lohnt es sich ein neues Heim zu bauen an der gleichen Stelle, nochmal neu anzufangen, oder soll es jetzt, wo all das Alte in Trümmern liegt, weiterziehen?

Der Schmerz sitzt tief und das alte Blut von alten Wunden fängt an mein Herz zu erfüllen. Es hat Angst, mein Herz. Es ist wütend und enttäuscht. Aber vor allem ist es verwirrt.

Regungslos sitzt es nun da. Es braucht Zeit und es braucht wieder neuen Mut.

Mutlos ist es, das kleine Herz, die Narben noch nicht verheilt, Wunden, die noch klaffen, neue Wunden, die bluten.

Es braucht kein Salz und keine neuen Schnitte. Es braucht keine Tritte und auch keine Rückschläge.

Es braucht ein Zuhause, das sicher ist vor all dem, was ihm bereits passiert ist.







How does it feel
To treat me like you do
When you've laid your hands upon me
And told me who you are

I thought I was mistaken
I thought I heard your words
Tell me how do I feel
Tell me now how do I feel

Those who came before me
Lived through their vocations
From the past until completion
They will turn away no more

And I still find it so hard
To say what I need to say
But Im quite sure that you'll tell me
Just how I should feel today

I see a ship in the harbor
I can and shall obey
But if it wasn't for your misfortunes
I'd be a heavenly person today

And I thought I was mistaken
And I thought I heard you speak
Tell me how do I feel
Tell me now how should I feel

Now I stand here waiting

I thought I told you to leave me
While I walked down to the beach
Tell me how does it feel
When your heart grows cold

[New Order - Blue Monday]




Sonntag, 27. April 2008
Nun habe ich wohl jemanden verloren. Ja, ich habe ihn verloren. Die Umstände und die Situation an sich haben das alles ja schon viel zu kompliziert gemacht, aber so richtig kompliziert wurde es erst, als wir unsere Köpfe angestrengt haben.

Er ist gegangen. Er wollte nie verstehen, wieviel er mir bedeutet und nun fühle ich mich leer und halb. Ein riesen Stück Urvertrauen ist mit ihm gegangen und es bleibt ein Loch.

Ihm ist es wohl recht so, denn er hat mich weggestoßen und mir unmißverständlich gezeigt, dass er nicht bereit ist, das ganze weiterzuführen. Und nun weiß ich nicht mehr was er macht und wie es ihm geht. Vielleicht war es sein Ziel, dass ich geh. Vielleicht wollte er den Schlussstrich, den er im Kopf gezogen hat, auf mich projezieren ohne dass ich davon wissen konnte. Vielleicht wollte er, dass es sich anfühlt, als hätte ich alles beendet.

Dem ist nicht so. Ich weiß nicht wieviele vertraute Dinge man jemandem entgegenbringen muss, damit er sie wertschätzt. Es ist als hätte er all das beiseite geschoben, alles was ich jemals zu ihm sagte, das meine Empfindungen ausdrückt, ist weniger wert gewesen als Dinge, die man auf der Goldwaage abwiegen kann.

Es geht mir nicht in den Kopf. Ihm geht es sicherlich gut, es ist ja auch sein Entschluss gewesen. Nicht meiner. Hätte ich nur ein klares Wort.

Nun ist alles grau. Dieser tolle Tag hat so ein böses Ende genommen, dass es mir schon leid tut, dass ich aufgestanden bin.

Warum werde ich für alles Schöne, was ich erlebe mit doppelter Wucht bestraft und auf die Knie gezwungen.

Warum ändern Menschen Ihre Meinungen und Ausdrücke so plötzlich und warum erkenne ich soetwas nicht?

Er fehlt und das ganz schrecklich. Aber ich habe nun keine Möglichkeit mehr mit ihm darüber zu sprechen, die hat er mir alle genommen.

Vertrauen war gestern. Leere und Trauer sind nun aktuell.

Ich will das nicht ertragen müssen und weiß nicht ob ich stark genug dafür bin.




Ich fühl mich gerade relaxt und als wär ich grad aus dem Urlaub zurück.

Heute haben wir (meine Mitbewohnerin + mein Mitbewohner und ein paar Freunde) den Vorzug genießen können, so dicht am Park zu wohnen.

Gegen Mittag sind wir dorthin aufgebrochen, die Sonne lachte am Himmel, es roch nach Sommer. Der Park war recht leer, das wunderte uns. Da saßen wir dann, genossen den freien Tag, die Sonne und die sich langsam füllende Partywiese. Überall wurde gegrillt und gelacht, getrunken und gefeiert. Das war so gut für die Seele, ich bin entspannter denn je.

Meine Mitbewohnerin hat dann gegen eine Gruppe Emos *hihi* ein Saufspiel gespielt und verloren. Gegen 18 Uhr war sie dann so besoffen, dass sie nach Hause ging um zu schlafen :)

Ich war noch etwas länger dort, bis mir dann doch gegen 19:30 Uhr langsam frisch wurde. Habe meinen Mitbewohner mit Freunden und neu gewonnenen Freunden zurückgelassen und habe dann einen entspannten Weg nach Hause angetreten.

Das war bitter nötig und war einfach nur wunderschön.

Ich liebe diesen Tag mit jeder Pore meines Körpers.