Dienstag, 27. Mai 2008
Mir drückt der Schuh. Eigentlich drückt mir gerade fast jeder Schuh.

Erst stresse ich mich mit meiner Lebenssituation rum, dann kommt mein emotionales Gleichgewicht mit Ohrfeigen ins wanken, kaum ist das wieder einigermaßen geflickt, kommt schon das nächste....

Es ist egal ob es mein Herzwohl ist, meine finanzielle Situation, meine allgemeine Situation, meine Arbeitssituation... alles drückt.

Am meisten drückt mir gerade der Arbeitsschuh, er lässt mich kaum atmen. Aber dazu noch immer wieder privaten Druck aufnehmen müssen, macht mich fast besinnungslos.

Wenn mir bewusst wird, wie sehr ich doch abhängig bin von dem Wohlgefallen anderer, von deren Situationen, ist es vielleicht gut so, wie es sich ändern wird.

Ich brauch einfach eine Pause und will, dass der Stress endlich aufhört. Ich möchte mich zurücklehnen, das Leben auch mal genießen. Ich möchte nicht immer monatelang vorausplanen müssen und mich mit Organisation noch und nöcher stressen.

Das ist Nervengift und ich möchte bitte das Gegengift. Schnell!




Freitag, 23. Mai 2008
deshalb:



Einfach toll *lol*




Eigentlich heißt es ja "heiter-wolkig" aber das wär mir zu optimistisch.

Nach Regen folgt immer Sonnenschein. Ein Gespräch schiebt Woken weg und die Welt erscheint in einem anderen Glanz.



Doof nur, dass ich ein gebranntmarktes Kind bin und mein Vertrauen nicht an jeder Ecke zu erwerben ist. Ich bin misstrauisch nach dem ganzen. Und das wiederum nervt mich, aber es wird schon einen Grund haben.

Gut, dass ich in ein paar wenigen Stunden ein freier Mensch sein werde und ich mich nicht aus dem Bett quälen muss, wenn ich doch noch müde bin. Und dass ich meine Zeit nicht da verbringen muss, wo ich nicht gerne bin. Das Wochenende naht und ich will endlich Ruhe...

Ich freue mich nicht aufs Wochenende. Ich freue mich auf garnichts. Aber das wird wohl wieder anders werden *hoff*




Mittwoch, 21. Mai 2008
Er ist es nicht wert.

Das hat er gerade selbst bewiesen.

Er spielt Spielchen mit mir. Und ich klink mich aus.

Ich weiss sehr wohl was ich wert bin. Und ich weiss sehr wohl, dass ich mein Pulver nicht verschiessen muss, wo es nicht anerkannt wird.

Ignorieren und zu lesen, was ich schreibe, einen verzweifelten Versuch nach dem anderen zu ihm durchzudringen, alles ignoriert.

Und dann eine kleine Nachricht.... Die alles zerstört hat. Die mir mehr als deutlich zeigte, wie sehr es es genießt, wenn ich auf Knien hinter ihm herrutsche.

Damit ist Schluss. DAS ist er mir nicht wert.








.... da war sie... eine schlimme Ohrfeige. Emotional ausgeteilt und mit dem ganzen Körper eingefangen, vor allem aber mit dem Herzen.

Wenn einer einen zurücklässt, ohne ihm zu sagen warum, dann tut das weh. Wenn einer einen ignoriert, ohne dass er weiss warum, dann zermürbt das die Seele.

Kein Wort. Seit 14 Stunden nun schon. Kein einziges Wort.

Dafür litt ich unter Rededurchfall. Der Rededurchfall prallt wieder ab, wie immer in solchen Situationen, an der Mauer, die plötzlich aus dem Boden schoss. Leider konnte ich nicht sehen, wer die Mauer erbaut hat und wo sie plötzlich herkam.

Ich bin ein flennendes Stück Trübsal. Sogar auf der Arbeit rinnen mir die Tränen ungewollt über die Wangen. Es ist mir peinlich, aber es geht automoatisch, ich kann sie nicht stoppen.

Wenn ich der Arbeit nicht mehr nachgehen kann, ohne dass es auffällt, dass meine Seele einen Frontalaufprall erlebt hat, dann ist es akut. Ein Fall für die Klinik. Ein Fall für ein paar Tage frei. Kann ich aber nicht... wie immer wenn ich sie brauche, die freien Tage.

Wenn Kollegen mich angucken und sagen, ich solle doch mal wieder lachen... Wenn Kollegen kommen und sagen "Du bist den ganzen Tag schon nicht so gut drauf, das hab ich gleich heute Morgen gemerkt", dann ist es akut, ja es ist akut. Meine Maske, die sonst immer gut funktioniert, ist mürbe, ich kann sie nicht gut geschauspielert Tragen. Meine Augen verraten doch eh alles.

Und wieder das Gefühl daran zu zerbrechen.

Wieder der Selbstvorwurf, warum ich meinen Kopf auch wieder in die Schlinge stecken musste und warum ich so blauäuig war und daran glaubte, dass es diesmal was wird. Ja diesmal geht es nicht schief.

Leider stimmt das nicht. Es ist wieder in die Hose gegangen.

Es ist Sommer, doch mir ist kalt, von tief drinnen, eisige Kälte. Wut, Enttäuschung aber vor allem Verzweiflung.

Und ich weiss nichtmal, was ich getan habe, dass ich diese Ohrfeige kassieren musste.