Montag, 31. Mai 2010
Schwer, wenn man Angst hat verletzt zu werden. Jeder Mensch, der bereits eine längere bzw. intensive Beziehung zu jemandem geführt hat und diese zerbrochen ist, hat wohl diese Ängste. Man ist nicht mehr unbeschrieben, nicht leer, nicht unvoreingenommen.

Mitunter kann es Jahre dauern, bis man sich wieder öffnen kann, etwas neues zulassen kann. An etwas glauben kann. Jemandem vertrauen kann.

Manchmal stolpert man und verschüttet Vertrauen, wo es eigentlich nicht hin sollte. Wie aber erkennt man, dass es jemand wert ist und nicht nur eine Stolperfalle?

Ich bin konditioniert darauf zu glauben, dass Menschen nicht unbedingt das meinen, was sie sagen und vor allem, dass ich mich nicht drauf verlassen kann was sie versprechen. Was manch einer heute sagt, hat bereits morgen keine Bedeutung mehr.

Es ist ein langer, schwieriger Weg. Aber er ist begehbar, allerdings nur Hand in Hand.

Alleine würde ich nur wieder stolpern.




Montag, 26. April 2010
Ich freue mich auf den Tag, an dem ich jemandem begegne, der real ist und der es zweifellos wert ist, in der ungebremsten Wucht meiner angestauten Gefühle schwimmen zu können. Und dabei nicht untergeht.




Samstag, 24. April 2010
Es ist wirklich so. Man lasse sich dies einmal im Hirn zergehen.

Egal, wem oder was wir im Leben begegnen, der Abschied ist bereits teil der Begegnung. Denn nichts ist für immer da.

Wenn man sich dazu entschließt sein Leben mit einem Haustier zu teilen, dann ist es klar, dass man es lieb gewinnen wird. Und auch gezwungen sein wird, irgendwann Abschied zu nehmen... Denn aller Wahrscheinlichkeit nach, wird es vor einem sterben.

Wann immer eine Begegnung bedeutsam für mich ist, ist sie gleichsam mit einem Abschied verbunden. Es schürt Angst, zu wissen, dass man jemanden oder etwas verlieren wird. Und es hemmt davor, jemandem oder etwas Gefühle entgegenzubringen.

Alles ist endlich. Und es ist verdammt schwer, trotz dieser Erkenntnis, die Zeit zwischen der ersten Begegnung und des Abschieds unbefangen genießen zu können.