Samstag, 24. April 2010
Es ist wirklich so. Man lasse sich dies einmal im Hirn zergehen.

Egal, wem oder was wir im Leben begegnen, der Abschied ist bereits teil der Begegnung. Denn nichts ist für immer da.

Wenn man sich dazu entschließt sein Leben mit einem Haustier zu teilen, dann ist es klar, dass man es lieb gewinnen wird. Und auch gezwungen sein wird, irgendwann Abschied zu nehmen... Denn aller Wahrscheinlichkeit nach, wird es vor einem sterben.

Wann immer eine Begegnung bedeutsam für mich ist, ist sie gleichsam mit einem Abschied verbunden. Es schürt Angst, zu wissen, dass man jemanden oder etwas verlieren wird. Und es hemmt davor, jemandem oder etwas Gefühle entgegenzubringen.

Alles ist endlich. Und es ist verdammt schwer, trotz dieser Erkenntnis, die Zeit zwischen der ersten Begegnung und des Abschieds unbefangen genießen zu können.




Freitag, 12. März 2010
Ich bin müde vom Leben. Hinlegen und schlafen, ausruhen möchte ich mich. Nicht mehr nachdenken müssen. Mir nicht mehr den Kopf zermartern müssen. Nicht mehr nach dem Unfindbaren suchen müssen. Nicht immer nur vorwärts gehen müssen.

Ich möchte stehenbleiben und erkennen wie schön alles ist. Die kleinen Farbkleckse überall genießen. Jeden Sonnenstrahl, der mich freundlich berührt. Ich möchte erkennen, wieviel Glück ich eigentlich habe. Ich möchte erkennen können, dass mein Leben wunderbar und erfüllt ist. Ich möchte nicht weiter blind nach vorne stapfen in einer grauen Wolke nur weil ich glaube, dass es so sein muss. Den Blick für die kleinen Dinge längst verloren. Keine Ziele mehr, wahrscheinlich aus Frust nicht mehr definiert. Ein bißchen wie eine Ruine. Ein bißchen wie ein wilder Park.

Ich laufe vor der alles verschluckenden Leere weg. Habe Angst, wenn ich stehenbleibe, dass ich dann nicht das Wunderbare sehe. Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen dem, was ich in mein Leben gemalt habe, von dem wie es wirklich ist. Was ist real? Was ist von mir geschaffen? Wo lenke ich das alles hin? Und warum?

Klatschmohn. Sonne. Wärme. Schmetterlinge. Vogelgesang. Blumenduft. Eine Umarmung. Ein sanftes Wort.




Samstag, 20. Februar 2010
In einer Woche ziehe ich um. Vom Palast in den Hamsterkäfig.